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BIOGRAPHIE


FRANCO SUPINO - Schriftsteller Franco Supino


1965 in Solothurn geboren, wuchs als Kind italienischer Eltern zweisprachig auf. Er studierte in Zürich und Florenz Germanistik und Romanistik, schloss das Studium mit einer Arbeit über Günter Eich ab. Supino lebt in Solothurn. Er ist Dozent an der Pädagogischen Hochschule Nordwestschweiz.
Schon als Schüler veröffentlichte Supino erste Texte in Anthologien, Zeitschriften und am Radio.
Während des Studiums entstanden ein Hörspiel, mehrere Rundfunk-Features und Erzählungen für das Schweizer Radio. 1991 wurde sein Theaterstück Café Terminus uraufgeführt. 1995 erschien Franco Supinos erster Roman Musica Leggera , über den Peter Bichsel schrieb: "Supino ist ein Buch gelungen, das schon Hunderte vor ihm schreiben wollten, geschrieben haben, an ihm gescheitert sind. ... Musica leggera ist die einfachste und ernsteste Liebesgeschichte der Welt, jene Liebesgeschichte, die auch die unsere war."
1997 folgte „Die Schöne der Welt oder Der Weg zurück“, die Geschichte der beiden ungleichen Jugendfreunde, Massimo und Fausto. Auf unterschiedliche Weise versuchen sie ihr innere Zerrissenheit zu kitten. Als Massimo, zurück in der Schweizer Kleinstadt, auf Isabel trifft, bahnt sich eine verhängnisvolle Beziehung an.
In „Der Gesang der Blinden“ (1999) unternimmt der Schweizer Beamte Berger auf eigene Faust eine Reise nach Afrika, um nach dem Tatverdächtigen Hartmeier zu suchen. Als er ihn findet, ist er von dessen Wesen – einer Mischung aus Bosheit und Nonchalance - gleichermassen fasziniert wie angewidert. Als Hartmeier Berger anbietet, bei ihm zu bleiben, ist dieser verunsichert.
In „Ciao amore, ciao“ erzählt Franco Supino das Leben von Iolanda, einer berühmten Schlägersängerin, und deren Zusammentreffen mit Luigi, einem Protestsänger, am Festival von Sanremo 1967. – Ihr Versuch, ihre italienische Herkunft in ihre künstlerische Arbeit einfliessen zu lassen, misslingt wiederholt und endet schliesslich in der Katastrophe.
Mit „Ciao amore, ciao“ beendet Supino die ‚Trilogie der Rückkehr’ (nach „Musica Leggera“ und „Die Schöne der Welt oder Der Weg zurück“). Am Jurasüdfuß, in seiner zweiten Heimat, ist Franco Supino auf spannenden Stoff gestoßen: In seinem fünften Roman „Das andere Leben“ ist der »letzte Schweizer Dichter« zu erkennen, wie der heute vergessene Cäsar von Arx sich selbst nannte. Seine letzten Lebenstage verbringt der Dramatiker zwischen Studierzimmer und Spital – die Ehefrau liegt im Sterben. Weil die Tochter sich weigert wegzufahren, erhält sie eine wichtige Rolle in seiner letzten Inszenierung.
In der minuziösen Inszenierung seines eigenen Abgangs … „Das andere Leben“ ist unter anderem eine Hommage an all jene Menschen, die ihr Leben ganz der Kunst widmen.
„Das andere Leben“ inszeniert ein stilles Kammerspiel. Eindrücklich und bewegend schildert Supino das qualvolle Leiden der Frau im Spital, und den dadurch gestärkten Willen des Mannes, selbst einen Schlussstrich zu ziehen. Die zurückhaltende Liebe der Tochter vermag dagegen nichts mehr auszurichten. Auf unspektakuläre, intensive Weise verknüpft Supino das Motiv der historischen Zeitenwende mit einem berührenden privaten Schicksal.“ Beat Mazenauer, sfd, Culturactif.ch
Im Band „Solothurn liegt am Meer“ versammelt Franco Supino verschiedene Essays und Reden, die seit 1984 entstanden sind und verstreut veröffentlicht wurden. Darin beschriebt er unter anderem, wie er als sogenanntes Gastarbeiterkind in Solothurn und Grenchen aufwuchs: „Heimat kann man nicht kaufen und nicht schaffen, Heimat bekommt man geschenkt.“



Franco Supino Biographie
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Biografia Franco Supino
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Auszeichnungen

Werkjahr des Kantons Solothurn 1986
Werkjahr Pro Helvetia 1998
Stipendiat der Stadt Stuttgart im Schriftstellerhaus 2000
Stadtschreiber in Rottweil 2001
Preis für Literatur des Kantons Solothurn 2001
Förderpreis der Kulturstiftung Kurt Alten 2003


Buchveröffentlichungen

- Solothurn liegt am Meer, knapp Verlag Olten, 2009-11-09. >> mehr

- Das andere Leben Rotpunktverlag Zürich 2008. >> mehr

- Ciao amore, ciao, Rotpunktverlag, Zürich, 2004. >> mehr

- Gesang der Blinden, Roman, Nagel & Kimche, Zürich 1999
  Neuauflage, Rotpunktverlag, 2009. >> mehr

- Die Schöne der Welt oder Der Weg zurück, Roman, Nagel & Kimche,
  Zürich/Frauenfeld 1997 >> mehr

- Musica leggera. Roman, Rotpunktverlag, Zürich 1995 (5. Auflage)
  >> mehr


Veröffentlichungen in Sammelwerken

- «Tripoli». Wohnen und leben mit italienischen Tunnelbauern. Begleitheft zur Ausstellung des Kultur-Historischen Museum Grenchen (Kultur-Historisches Museum, Grenchen) 2003
- mehrere Textbeiträge in «Das Netz». Lesebuch. Neue Literatur aus der deutschsprachigen Schweiz. Hrsg. von Alexander Simon (Netz-Press, Ebnat-Kappel und Berlin/Deutschland) 1998 >> mehr
«Quitte» in «Liebe und andere Banalitäten». Anthologie (edition ZBS, Olten) 1998
- «Im Spartext». Kurzromane in «Sparen - Eine Anthologie». Hrsg. vom Kantonalen Kuratorium für Kulturförderung, Solothurn (Kantonales Kulturzentrum Palais Besenval, Solothurn) 1995
- mehrere Textbeiträge in «Grenchner LeseBilderKalender» (Literarische Gesellschaft, Grenchen) 1992
- «Ex voto» in «Innehalten in Romainmôtier» (Erpf bei Neptun, Kreuzlingen)
-«Das Herrenloch» in «Bergfahrten» (M + T Helvetica, Chur) 1988
- «Puzzle» in «Fremd in der Schweiz» (Edition Francke im Cosmos Verlag, Muri BE) 1987
«Warum ich kein Emigrant werde» in «Ausländer unter uns», Schweizerischer Arbeiterliteraturpreis (Schweizerische Arbeiterbildungs-Zentrale, Bern)
- 1984 «Sabotage» in «Solidarität», Schweizerischer Arbeiterliteraturpreis (Schweizerische Arbeiterbildungs-Zentrale, Bern)


Arbeiten für den Rundfunk

- Sommertagebuch. Reisetagebuch, 1983
- Die Fabel vom Esel. Hörspiel, 1985
- Heinrichswil, Rundfunkerzählung, 1985
- Giaffi ein Freund. Feature, 1986
- Wir passen nicht mehr zueinander. Feature, 1987
- Ex voto. Rundfunkerzählung, 1987
- Das Herrenloch, Rundfunkerzählung, 1988
- Die lauten Gedanken eines Spielers am Geldspielautomaten, Feature zus. mit Henrik Rhyn, 1990
Alle ausgestrahlt von Radio DRS
 

AUTORENFOTOS
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