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ARCHIV BUCHBESPRECHUNGEN:
BUCHTITEL:
"Das andere Leben"
(2008)
St. Galler Tagblatt vom 02.02.2009
Autor: -
Supinos Buch ist aufgebaut wie eine antike Tragödie. Mit einem
Vorspiel, das die Situation bis zur Ausweglosigkeit steigert, um dann im
Hauptteil den Tod auf eine Weise obsiegen zu lassen, die umso
erschütternder ist, als jedes Pathos vermieden wird und das Schreckliche
wie in einer eingespielten Mechanik gnadenlos seinen Lauf nimmt.
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Inszenierter Abgang
Autor: -
Eine biografische Notiz:
Eine biografische Notiz: Cäsar von Arx,
23-1895 bis 14.7.1949, katholisch, von Stüsslingen Verheiratet mit
Gertrud Haefelin. Von Arx, heute beinahe vergessen, war in den
Zwanziger- und Dreissigerjahre des vergangenen Jahrhunderts ein
viel gelobter und gespielter Festspieldramatiker.
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Rezension Grenchen net über "Das andere Leben"
Autor: Paul Georg Meister
(Paul-Georg Meister) - Der Roman „Das andere Leben“ von Franco
Supino beschreibt die letzten Wochen und Tage im Leben des Schweizer
Dramatikers Cäsar von Arx (1895–1949). In seinem neusten Roman überzeugt
Supino einmal mehr mit einer bildhaften und einfühlsamen Sprache. Ein
Roman, der tief geht.
Die Geschichte: Einst war er ein gefeierter Dramatiker, einer der
grössten der Schweiz; nun lebt er zurückgezogen in seinem Haus. Die Frau
ist ins Spital eingeliefert worden, die Tochter sollte nach Paris
reisen, doch sie bleibt zu Hause beim Vater.
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Heinrich Boxler, 'Büchervorsteller', über "Das andere Leben"
Franco Supino wurde 1965 in Solothurn als Kind italienischer Eltern
geboren und gehörte mit dem Roman „Musica Leggera“ (1995) zu den ersten
Secondos, die sich als Schriftsteller einen Namen machten. Er studierte
Germanistik und Romanistik und unterrichtet an der Pädagogischen
Hochschule Solothurn. Von seinen weiteren Werken seien vor allem „Der
Gesang der Blinden“ (1999) und „Ciao amore, ciao“ (2004) erwähnt.
Im neuen Roman setzt er dem berühmtesten Schweizer Dramatiker der 1930er
und 40er Jahre, Cäsar von Arx, ein Denkmal. Dieser ist so sehr in
Vergessenheit geraten, dass ich mir zuerst einige Notizen zu seinem
Leben und zu seiner Bedeutung erlaube.
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Per i nostri amici italiani, un' intervista apparsa sul corriere degli
italiani 21.1.2009
Autor: Luca Bernasconi
A dispetto dei titoli in italiano che danno il nome a qualche sua
opera, tutti i romanzi di Franco Supino (1965) sono stati scritti in
tedesco. La "materia italiana", legata principalmente alla sua
esperienza di ragazzo di seconda generazione nato e cresciuto in
Svizzera, caratterizza la sua " produzione letteraria fino al suo
recente "Das andere Leben" (Rotpunlctverlag, 2008), libro con il quale
sembra abbandonare la tematica portante delle opere precedenti, ovvero
il sentirsi straniero ed estraneo nella realta in cui si e venuti al
mondo.
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Die Allgegenwart des Todes - Der Bund
Autor: Charles Linsmayer
weit berührender als die unlängst beendete Werkausgabe ruft Franco
Supinos Roman «Das andere Leben» den vor fünfzig Jahren verstorbenen
Dramatiker Cäsar von Arx neu in Erinnerung.
Ein Buch wie eine antike Tragödie. Mit einem Vorspiel, das die
Situation bis zur Ausweglosigkeit steigert, um dann im Hauptteil den Tod
auf eine Weise obsiegen zu lassen, die umso erschütternder ist, als
jedes Pathos vermieden wird und das Schreckliche wie in einer
eingespielten Mechanik gnadenlos seinen Lauf nimmt.
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Schweizerische Depeschenagentur vom 19.12.2008
Autor: Beat Mazenauer, SFD
Zürich (sfd) "Das andere Leben" von Franco Supino ist ein
bemerkenswertes Kammerspiel des Abschieds. Eine Frau stirbt an einer
bösen Krankheit, ihr Mann folgt ihr, indem er Selbstmord begeht. Mit
seinem Abgang geht eine Ära zu Ende.
Der Dramatiker Cäsar von Arx (1895-1949) galt einst als Erster und
Bester seines Fachs in der Schweiz, und über sie hinaus. Dann gerieten
seine Festspiele aus der Mode, die Aufträge blieben aus. Von Geldsorgen
geplagt begann von Arx an der Welt zu zweifeln, die seine Kunst nicht
mehr zu würdigen verstand.
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Neue Zürcher Zeitung vom 16.12.2008
Autor: Beatrice Eichmann-Leutenegger
Die letzte Szene
Franco Supino: «Das andere Leben»
In dieser Familie wechselten Krankheiten und Gefühle des Versagens
regelmässig miteinander ab. Alle sahen sich als Verhinderte, und die
schmerzliche Gewissheit darüber bündelte sich in jenem Mann, welcher
vorerst zum meistgespielten Dramatiker der Schweiz aufstieg, danach sich
aber immer mehr in eine Ecke gedrängt sah. Er hatte sich selbst
überlebt. Seine Tochter indessen sollte dieses Regelwerk durchbrechen,
sie sollte die Luft der Freiheit kosten und nach Paris fahren, dort an
der Akademie studieren, um als Künstlerin ihr Leben zu bestehen – «das
andere Leben», von dem die Vorfahren ausgegrenzt worden waren. Der grüne
Koffer, den ihr der Vater vor der Reise übergibt und den er einst in den
Jahren seines verheissungsvollen Aufbruchs in Leipzig erstanden hat,
entpuppt sich als Sinnbild all jener Hoffnungen, die sich damals nicht
erfüllt haben und nun endlich eingelöst werden sollen.
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Schwarzwälder Bote vom 03.12.2008
Autor: Bodo Schneckenburger
Ein Dramatiker rückt wieder ins Zentrum
Familienroman beleuchtet auch Kulturpolitik
Selbst manchem Literaturwissenschaftler dürfte er kaum mehr als ein
Name sein. In »Das andere Leben« nähert sich Franco Supino diesem einst
meistgespielten eidgenössischen Dramatiker, den die Zeitläufe ins
Abseits manövriert haben.
Es ist ein spannender Stoff. Zumal der äußere Rahmen einzig die letzten
Tage schildert, die tödliche Krankheit der Frau, ohne die der Künstler
hatte nicht sein können und nicht mehr wird sein wollen, die Beziehung
zur jüngeren Tochter, die am Anfang ihrer künstlerischen Karriere steht.
Supino beobachtet, interpretiert, er empfindet nach, erzählt nach. Er
ist der Chronist dieser letzten Tage.
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Grenchner Tagblatt vom 01.12.2008
Autor: Sebastian Wendel
Franco Supino nimmt den Leser und Zuhörer mit in das Leben des
vergessenen solothurnischen Künstlers Cäsar von Arx. Der Schriftsteller
und Lehrer an der Kantonsschule Solothurn las am Freitagabend im
Kunsthaus aus seinem neusten Buch «Das andere Leben».
Jahrelang hat sich Franco Supino mit dem Stoff des Dramatikers,
Festspielautors und Regisseurs Cäsar von Arx beschäftigt.
Entstanden ist mit «Das andere Leben» jedoch keinesfalls eine Biografie
von Arx', sondern vielmehr ein Roman, in dem die eigenen Gedanken und
Erfahrungen Supinos ins Lebensgerüst des Künstlers integriert wurden.
Wem der Name Cäsar von Arx nicht geläufig ist, kann sich trösten;
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WoZ vom 06.11.2008
Autor: Johanna Lier
In seinen bisherigen Romanen beschäftigte sich Franco Supino vor allem
mit Fragen der kulturellen Identität. Nun hat er die Lebensgeschichte
des Dramatikers Cäsar von Arx
verarbeitet. Ein literarisches Stück Schweizergeschichte.
Der junge Dramatiker aus der Schweiz schlendert durch die Strassen
von Leipzig. Durch das Schaufenster einer Lederwarenhandlung beobachtet
er begierig die Verkäuferin und die Kundin. Beide Frauen sind blond und
verführerisch, Phantasmagorien einer glänzenden Zukunft, die vor den
Füssen des jungen Mannes liegt, dessen erstes Theaterstück soeben vom
Theater Leipzig angenommen worden ist.
Die Verkäuferin jedoch erkennt
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Schweizerischen
Bibliotheksdienst
Autor: Michael Schläfli
Der Ausgangspunkt dieser wehmütigen Lebens- und Familiengeschichte ist
das grausame Sterben der Frau eines Schweizer Schriftstellers. Was sich
in diesen Tagen Ende der Vierzigerjahre abspielt, ist wahrlich
dramatisch, denn der mittlerweile erfolglose Dichter bereitet zugleich
seinen Selbstmord vor, weil er ohne seine Frau nicht leben will.
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20Minuten - September 2008
Autor: Wolfgang Bortlik
Franco Supino, «Das andere Leben»,
Der. berühmte Schweizer Dramatiker will nicht mehr weiterleben. Seine
Frau liegt sterbend im Spital und er ist am Ende seiner Karriere
angelangt.
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gezetera.ch -
Unabhängige Netz-Zeitung für die Universität Basel vom 09.09.2008
Autor: Deborah Nobs
Mit «Das andere Leben» gewährt der Solothurner Franco Supino
einen
berührenden Einblick in das Leben des Schweizer Dramatikers Cäsar von
Arx (1895 - 1949), der seinem Künstlerdasein ein minuziös geplantes Ende
bereitete: «Der Dramatiker setzt in Szene.»
Im Solothurnischen Speuz dahinvegetierend, packt der Vater (dem
Schriftsteller Cäsar Von Arx nachempfunden) mit seiner Tochter den
grünen Lederkoffer für ihre Abreise. Nach Paris soll es gehen. Ihrem
Beruf als Lehrerin entfliehen und der Berufung als Künstlerin folgen.
Alles ist vom Vater geplant und bereit für die Abreise. Doch da erfahren
sie, dass die seit Jahren kränkelnde Mutter bald sterben wird und die
Reise wird - trotz Einspruch des Vaters - verschoben. Das Leiden der
geliebten Frau ansehend wird dem Vater bald bewusst, dass er nicht von
ihr zurückgelassen werden will und er beginnt mit der Inszenierung
seines Abgangs von der irdischen Welt.
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Mittelland Zeitung vom
26.08.2008
Autor: Roland Erne
Inszenierter Abgang im Reduit
LITERATUR: Entlang der Biografie des vergessenen Autors Cäsar von Arx
gestaltet Franco Supino im Roman «Das andere Leben» eine schlingernde
Künstlerexistenz.
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Solothurner Tagblatt vom 18.08.2008
Autor: Fabian Gressly
Am 22. August erscheint der neue Roman von Franco Supino. Mit «Das
andere Leben» entdeckte der Solothurner Autor die
letzten Tage im Leben des vergessenen Schriftstellers Cäsar von Arx
(1895 bis 1949).
Ihr neuer Roman wird von einer Aussage von Ihnen begleitet:
«Denn der ungeschriebene Text ist immer schöner, grösser, bedeutender
als der, der gedruckt vorliegt.» Sind Sie mit ihren Büchern immer
unzufrieden?
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Mittelland Zeitung vom
26.04.2008
Autor: Roland Erne
«Dieses Zimmer muss man lesen»
franco supino Der Solothurner Autor rekonstruiert in seinem neuen Roman
die letzten Tage vor dem minuziös geplanten Suizid des Dramatikers,
Festspieldichters und Regisseurs Cäsar von Arx.
roland erne
Schreiben ist Verarbeiten der Wahrnehmung. Initialzündung für das
jüngste Buch des Solothurner Autors Franco Supino jedenfalls war der
Blick in das Arbeitszimmer des insbesondere mit historischen
Auftragswerken hervorgetretenen Dramatikers Cäsar von Arx (1895›1949).
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